Rudolf Steiner, GA 118: „Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt“. Sechzehn Vorträge, gehalten zwischen dem 25. Januar und 15. Mai 1910 in verschiedenen Städten. Dornach 1984 (1. Auflage 1965).
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Passage 1
Innere Evolution und äußere Entwickelungsmöglichkeiten, Pforzheim, 30. Januar 1910
(S. ca. 56)
„Sie erinnern sich, daß wir – es ist das zum Beispiel ausgeführt in dem kleinen Schriftchen «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft» – in dem einzelnen Menschenleben einzelne Perioden unterscheiden, so die Periode von der physischen Geburt bis ungefähr in das 7. Jahr, in die Zeit des Zahnwechsels hinein, dann vom 7. bis ungefähr in das 14. Jahr, dann wieder ungefähr vom 14. bis zum 21. Lebensjahr, Perioden also, welche von sieben zu sieben Jahren ungefähr verlaufen. Das geht ziemlich regelmäßig, diese Einteilung des Menschenlebens in solche einzelne Zeiträume, in der ersten Hälfte eines normalen Lebens. Unregelmäßig wird diese Einteilung, diese Gliederung in siebenjährige Perioden in der zweiten, in der absteigenden Lebenshälfte. Aus dem Grunde wird das so, weil wir in bezug auf die erste Hälfte unseres Lebens eigentlich diejenigen Gesetze und Tatsachen heute ausleben, die eine Art Wiederholung des regelmäßigen Entwickelungsganges der Menschheit seit Urzeiten her sind, während wir in der zweiten Hälfte unseres Lebens noch nicht etwas ausleben, was in der äußeren Welt schon geschehen ist, sondern was erst in der Zukunft geschehen wird. Es wird daher die zweite Hälfte des Lebens in der Zukunft beim Menschen viel regelmäßiger werden, als sie heute schon ist, immer regelmäßiger und regelmäßiger. Doch das sei nur gesagt, um überhaupt darauf hinzuweisen, daß eine solche regelmäßige Entwickelung im menschlichen Leben stattfindet. Wir wissen, daß es sich so ausdrückt, daß wir sagen können: Bis zum 7.Lebensjahre ist der Mensch noch in einer ätherischen, in einer Ätherhülle, Er wird sozusagen in bezug auf seinen Ätherleib erst mit dem 7. Jahre geboren. In bezug auf seinen astralischen Leib wird er ungefähr mit dem 14. Jahre geboren und so weiter. Das, was wir damit angeben, ist eigentlich eine Strömung der Entwicklung des Menschen, es ist die mehr äußerliche Entwickelungsströmung.“