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GA 79 – Inhaltsbefund: Das plastische Gehirn, der Zahnwechsel und die ersten drei Lebensjahre

Verfasst von

in

Rudolf Steiner, GA 79: „Die Wirklichkeit der höheren Welten. Acht öffentliche Vorträge, gehalten vom 25. November bis 2. Dezember 1921 in Kristiania (Oslo)“. Dornach 1988.

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Passage 1
Die Wirklichkeit der höheren Welten. Das freie Geistesleben und die Geisteslage der Gegenwart, 25. November 1921
(S. ca. 21)

„Sie wissen alle, wie beim heranwachsenden kleinen Kinde sich das Gehirn allmählich zu dem wunderbaren Organ ausbildet, das es im Laufe des Lebens dann wird. Man kann durchaus sagen: Das Gehirn ist zunächst ein plastisches Organ, es duldet, daß die bildsamen Kräfte der Seele sich abdrücken in seinem ganzen Bau, in seinen Windungen und so weiter. Das geschieht ja in den ersten Jahren des kindlichen Lebens.“

Passage 2
Wege zur Erkenntnis höherer Welten, 26. November 1921
(S. ca. 59)

„Wir sehen das Kind heranwachsen bis zum Zahnwechsel, um das siebente Jahr herum. Mit diesem Zahnwechsel ist aber viel mehr verbunden, als man gewöhnlich meint. Wer eine unbefangene Beobachtung für Seelisch-Leibliches hat, der weiß, daß die ganze Art des Denkens, des Vorstellens, auch des Gefühls- und Empfindungslebens, also alles Seelische bei dem Kinde ganz anders wird nach dem Zahnwechsel, als es vorher gewesen ist.“

Passage 3
Die Notwendigkeit einer Kulturerneuerung, 2. Dezember 1921
(S. ca. 186)

„Wer ein Kind zu beobachten vermag, wer Seele und Sinn hat zu dieser Beobachtung, dem enthüllt sich das größte Geheimnis, wenn er sieht, wie in dem Kinde von Woche zu Woche herauskommt, was der Mensch aus einem geistig-seelischen Dasein in diese irdisch-physische Welt sich mitbringt.“

Passage 4
Die Notwendigkeit einer Kulturerneuerung, 2. Dezember 1921
(S. ca. 187)

„Ein geistvoller Schriftsteller des 18. und 19. Jahrhunderts hat gesagt: Der Mensch lernt in den drei ersten Lebensjahren mehr als in den drei akademischen. – Ich will gewiß den Akademikern nicht im entferntesten zu nahe treten, denn ich weiß sie zu schätzen, allein, das glaube ich auch, daß wir in bezug auf unser ganzes, auf unser volles Menschentum in den ersten drei Lebensjahren, wo wir selbst noch aus unserer unbewußten Weisheit unseren Organismus gestalten, mehr lernen, als wir später jemals lernen können.“