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GA 109 – Inhaltsbefund: Ätherleib-Entwicklung nach der Geburt und Zahnwechsel

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Rudolf Steiner, GA 109: „Das Prinzip der spirituellen Ökonomie im Zusammenhang mit Wiederverkörperungsfragen. Ein Aspekt der geistigen Führung der Menschheit“. Dornach, 2000 (3. Auflage; 1. Auflage 1965).

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Passage 1
Die physische Welt als Ausdruck geistiger Wirkungen und Wesen, Fünfter Vortrag, Budapest, 7. Juni 1909
(S. ca. 207)

„In der ersten Zeit vor der Geburt kann der Mensch ja nur dadurch leben, daß er allseitig von der Mutterhülle umschlossen ist. Diese physische Mutterhülle, die stößt der Mensch bei der Geburt von sich. Zunächst wird da nur der physische Leib frei, der Ätherleib – das sieht der Hellseher bleibt noch umgeben von einer Äther-Mutterhülle; er bleibt geschützt und behütet davon bis zum Zahnwechsel des physischen Leibes. Das ist ein wichtiger Punkt in der Menschheitsentwickelung, wo die mütterliche Ätherhülle abgestreift wird und eine zweite Geburt stattfindet. Dann, wenn der Ätherleib seine Mutterhülle abgestreift hat, ist der eigene Ätherleib geboren, er wird frei. Damit ist etwas sehr Wichtiges gegeben für die menschliche Entwicklung. Bis zum Zahnwechsel ist noch die Möglichkeit vorhanden, daß die Menschenformen nach dieser oder jener Richtung elastisch bleiben, sich verändern; von dieser Zeit ab vergrößern sie sich nur noch. Im wesentlichen sind mit dem Zahnwechsel die Formen ausgebildet. Das ist wichtig zu wissen. Daher muß alles, was von außen her bildend ist für den physischen Leib, was bleibend an ihm sein soll, sorgfältig berücksichtigt und gebildet werden bis zu dieser Zeit des Zahnwechsels. Nun formt aber auch alles Äußere, was auf den Menschen einwirkt, die feineren Glieder und Organe an ihm, so zum Beispiel das Licht und die Farbe. All das formt den Menschen im wesentlichen bis zum siebenten Jahr. Es ist daher nicht gleichgültig, welche Farbe, welche Umgebung das Kind um sich hat, und was Sie es verrichten lassen. Wenn Sie die Hand nie gebrauchen würden, so würde sie verkümmern. So ist es mit allen Organen. Auch die feineren bilden sich durch Tätigkeit aus. Rot zum Beispiel hat eine andere Wirkung auf die feineren Organe im Menschen, die sich eben ausgestalten, als Blau; und so ist, je nach der Farbe, die das Kind umgibt, die Wirkung verschieden. In der Arbeit bilden sich die Organe aus. Das Auge sieht gewohnheitsmäßig, gewiß, aber was es sieht, wirkt ein auf die ganze menschliche Natur. Es ist nicht einerlei für die Entwickelung des Kindes, ob das Auge Rot oder Blau sieht.“

Passage 2
Die Entwickelungsstadien unserer Erde bis zur lemurischen Epoche, Siebenter Vortrag, Budapest, 9. Juni 1909
(S. ca. 224)

„Ein Überbleibsel davon, wie damals die Organe da oben im Kopfe waren, ist noch die Stelle oben am Kopfe des Säuglings, die lange sehr weich und offen bleibt.“