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GA 98 – Inhaltsbefund: Die drei Geburten des Menschen (physischer, ätherischer, astralischer Leib)

Verfasst von

in

Rudolf Steiner, GA 98: „Natur- und Geistwesen – ihr Wirken in unserer sichtbaren Welt“. Hörernotizen von achtzehn Vorträgen, gehalten in verschiedenen Städten zwischen dem 5. November 1907 und dem 14. Juni 1908. Dornach 1996.

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Passage 1
Über die sogenannten Gefahren der okkulten Entwickelung, Wien, 5. November 1907
(S. ca. 20)

„Was ist ein Adept? Solche gibt es auf allen Gebieten. Betrachten Sie den Menschen selbst. Der Mensch besteht seinem Wesen nach aus dem physischen, ätherischen, astralischen Leib und dem Ich. Die verschiedenen Wesensglieder der menschlichen Natur entwickeln sich ganz verschieden mit den einzelnen Lebensaltern. Das ist ein sehr wichtiges Kapitel. Denn für den Okkultisten wird der Mensch wiederholt geboren, zuerst physisch aus der physischen Mutter heraus. Da ist der physische Leib eingeschlossen vom physischen Mutterleib; die verschiedenen Blutläufe und Säfte gehen von der Mutter zum Kinde. Wenn dieses physisch geboren wird, wird gleichsam dieser physische Mutterleib vom Kinde ringsum losgelöst. Das ist die erste Geburt. In diesem Zeitpunkt ist der Ätherleib noch nicht geboren. Diese zweite Geburt findet erst statt mit dem Zahnwechsel im siebenten Lebensjahre. Bis dahin ist der Ätherleib umgeben von der ätherischen Hülle, die nicht eigentlich zum speziellen Ätherleib des Kindes gehört. Im siebenten Lebensjahre wird tatsächlich erst der Ätherleib geboren. Die Hülle wird zurückgestoßen, und der äußere Ausdruck dieses Geschehens ist das Erscheinen der Zähne, die der Mensch behält. In dem Maße, wie die Zähne herauskommen, sieht der Hellseher, wie der Ätherleib aus seiner Mutterhülle geboren wird. Dann ist bis zur Geschlechtsreife der Mensch noch immer eingehüllt von seiner astralischen Mutter, die von Anfang an da ist und bleibt, auch nach dem siebenten Lebensjahre. Dann wird diese astralische Mutter weggestoßen, und jetzt erst wird der astralische Leib geboren, wie früher der physische und der Ätherleib. Das Erheben des Menschen zur Geschlechtsreife bedeutet die Geburt des astralischen Leibes. Vom einundzwanzigsten bis zum achtundzwanzigsten Jahre wird erst völlig das Ich geboren.“