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  • GA 74 – Kurzbefund: Kein spezifischer Inhalt zum ersten Lebensjahr gefunden

    Rudolf Steiner, GA 74: „Die Philosophie des Thomas von Aquino“. 1993, Dornach/Schweiz.

    Kurzbefund: In dieser GA wurden keine Passagen gefunden, die sich spezifisch auf das erste Lebensjahr eines Menschen beziehen.

  • GA 73 – Kurzbefund: Kein spezifischer Inhalt zum ersten Lebensjahr gefunden

    Rudolf Steiner, GA 73: „Die ErgĂ€nzung heutiger Wissenschaften durch Anthroposophie“. Acht öffentliche VortrĂ€ge, gehalten in ZĂŒrich vom 5. bis 14. November 1917 und vom 8. bis 17. Oktober 1918. Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz, 1987.

    Kurzbefund: In dieser GA wurden keine Passagen gefunden, die sich spezifisch auf das erste Lebensjahr eines Menschen beziehen.

  • GA 72 – Kurzbefund: Kein spezifischer Inhalt zum ersten Lebensjahr gefunden

    Rudolf Steiner, GA 72: „Freiheit, Unsterblichkeit, Soziales Leben. Vom Zusammenhang des Seelisch-Geistigen mit dem Leiblichen des Menschen“. Zehn öffentliche VortrĂ€ge, gehalten in Basel und Bern zwischen dem 18. Oktober 1917 und 11. Dezember 1918. Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz 1990.

    Kurzbefund: In dieser GA wurden keine Passagen gefunden, die sich spezifisch auf das erste Lebensjahr eines Menschen beziehen.

  • GA 69a – Inhaltsbefund: Gehirnentwicklung in der frĂŒhen Kindheit und Bedeutung der ersten Kindheitsjahre

    Rudolf Steiner, GA 69a: „Wahrheiten und IrrtĂŒmer der Geistesforschung / Geisteswissenschaft und Menschenzukunft“. Zehn öffentliche VortrĂ€ge, gehalten in ZĂŒrich, Prag, MĂŒnchen, Stuttgart, TĂŒbingen, Karlsruhe und Frankfurt/M., 24. Februar 1911 bis 17. Mai 1913. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 2007.

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    Passage 1
    Wie widerlegt man Theosophie?, Prag, 19. MĂ€rz 1911
    (S. ca. 57)

    „[…] der weiß, welchen immensen Einfluß gerade die allerersten Kindheitserlebnisse auf eine Seele haben, wie irgend etwas, was wir im ersten Jahre noch mit halbem Bewußtsein erlebt haben, damals einen gewissen Eindruck auf unsere Seele gemacht und sich in sie hineingebohrt hat. Da ist es dann drinnen verborgen, aber bei dem nötigen Anlaß kommt es hervor, und wir könnten leicht glauben, wenn wir es spĂ€ter hervortreten sehen und nichts davon auf die Erziehung, auch nichts auf die Vererbung zurĂŒckfĂŒhren können, das mĂŒsse sich aus einem frĂŒheren Leben erklĂ€ren lassen. Aber das tun wir bloß aus dem Grunde, weil wir nicht achtgeben, wie sich die ersten Jugenderlebnisse in die Seele festsetzen und wie diese gerade eine viel grĂ¶ĂŸere Bedeutung haben als alles SpĂ€tere. Daher könnte die Ă€ußere Wissenschaft sagen: Wir sind noch nicht so weit, um das kindliche Leben genug zu erforschen, um sagen zu können, wie sich fĂŒr die Seele des Kindes die Erlebnisse der ersten Jahre gestalten; wir mĂŒssen warten, bis wir immer tiefer und tiefer hineinkommen in dieses Gebiet, dann wird manches, von dem ihr Geistesforscher behaupten wollt, daß es aus frĂŒheren Leben zu erklĂ€ren sei, sich erklĂ€ren lassen aus Dingen, die sich auf ganz natĂŒrliche Weise abspielen in dem Leben zwischen der Geburt und dem Tode.“

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    Passage 2
    Wie verteidigt man Theosophie?, Prag, 25. MĂ€rz 1911
    (S. ca. 83–85)

    „[…] Und er wird gewahr, wie von dem Moment der Geburt an, der uns so rĂ€tselhaft vor Augen tritt, geheimnisvoll die menschliche Entwicklung beginnt. Da können wir sehen, wie aus einem tiefen Untergrunde des menschlichen Daseins in die noch unbestimmten GesichtszĂŒge des Kindes allmĂ€hlich im Laufe der Jahre sich bestimmte ZĂŒge hineinprĂ€gen, wie seine Gesten und seine FĂ€higkeiten von innen nach außen sich immer bestimmter ausprĂ€gen. Auch das Gehirn, das Werkzeug unseres Denkens, hat ja nach der Geburt noch lange nicht seine volle Ausbildung erhalten; es wird noch umgestaltet und gegliedert. […] Wann tritt denn eigentlich im Menschenleben der Augenblick ein, wo das Seelisch-Geistige voll imstande ist, sich seines Werkzeuges, des Gehirns zu bedienen? Dies ist ja in den ersten Kindheitsjahren noch nicht der Fall. Denn sonst brauchte das Kind sich nicht mancherlei anzueignen durch die EindrĂŒcke der Außenwelt und durch die Nachahmung, und wir brauchten das Kind nicht zu erziehen. Erst im Laufe unserer ersten Lebensjahre wachsen wir in die Möglichkeit hinein, das Werkzeug des Gehirns zu gebrauchen. […] das Gehirn, dessen sich unser Ich im spĂ€teren Lebensalter als Instrument bedient, in den frĂŒhen Kindheitsjahren erst ausgearbeitet, ausgeprĂ€gt wird. Da zeigt sich dem Geistesforscher, der mit dem geöffneten Auge des Sehers die menschliche Entwicklung betrachtet, daß dasjenige, was spĂ€ter im Menschen ist, um das Gehirn zu gebrauchen, ganz dasselbe ist wie das, was an der Ausbildung und Gestaltung des Gehirns gearbeitet hat aus KrĂ€ften heraus, die kein sinnliches Auge sehen kann. […] du gleichsam eine kindliche geistige AtmosphĂ€re siehst um das Kindeshaupt herum und daß durch diese kindliche AtmosphĂ€re, durch eine Art Kopf-Aura, ausstrahlen geistige KrĂ€fte, die an dem Gehirn des Kindes arbeiten, um es so zu bearbeiten, daß es spĂ€ter ein Werkzeug des Ich werden kann.“

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    Passage 3
    Wie verteidigt man Theosophie?, Prag, 25. MĂ€rz 1911
    (S. ca. 90)

    „Wenn der Mensch aber in sich diese Stimmung entwickelt, lernt er, zunĂ€chst das Tor zu durchbrechen, welches das gewöhnliche Bewußtsein abschließt von den Erlebnissen des Menschen in den ersten Kindheitsjahren; dann lernt er hineinzuschauen in die ersten Kindheitsjahre zunĂ€chst, und dann weiter. Kurz, er erschließt sich also dasjenige, was wir nennen können die RĂŒckschau in frĂŒhere Erdenleben.“

  • GA 67 – Kurzbefund: Kein spezifischer Inhalt zum ersten Lebensjahr gefunden

    Rudolf Steiner, GA 67: „Das Ewige in der Menschenseele. Unsterblichkeit und Freiheit“. Zehn öffentliche VortrĂ€ge, gehalten in Berlin zwischen dem 24. Januar und 20. April 1918. Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz 1992.

    Kurzbefund: In dieser GA wurden keine Passagen gefunden, die sich spezifisch auf das erste Lebensjahr eines Menschen beziehen.

  • GA 66 – Kurzbefund: Kein spezifischer Inhalt zum ersten Lebensjahr gefunden

    Rudolf Steiner, GA 66: „Geist und Stoff, Leben und Tod“. Sieben öffentliche VortrĂ€ge, gehalten zwischen dem 15. Februar und dem 31. MĂ€rz 1917 im Architektenhaus zu Berlin. Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz 1988.

    Kurzbefund: In dieser GA wurden keine Passagen gefunden, die sich spezifisch auf das erste Lebensjahr eines Menschen beziehen.

  • GA 65 – Inhaltsbefund: Plastische KrĂ€fte in den ersten Lebensjahren und die Entwicklung des Kindes bis zum Zahnwechsel

    Rudolf Steiner, GA 65: „Aus dem mitteleuropĂ€ischen Geistesleben“. FĂŒnfzehn öffentliche VortrĂ€ge, gehalten zwischen dem 2. Dezember 1915 und dem 15. April 1916 im Architektenhaus zu Berlin. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 2000.

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    Passage 1
    Vortrag IX: „Wie werden die ewigen KrĂ€fte der Menschenseele erforscht?“, Berlin, 11. Februar 1916
    (S. ca. 383)

    „Man ist in den KrĂ€ften drinnen, die den Denkapparat nicht gebrauchen, um ein Vorstellungsleben zu entwickeln, sondern KrĂ€ften, die den Denkapparat erst bilden und fertig ausbilden erst im Grunde genommen im Leben nach der Geburt. Denn das innere Nervenleben, das innere Nervenweben wird ja erst ausziseliert, ausplastiziert im Verlauf der ersten Jahre und noch lange darĂŒber hinaus, wenn wir unser physisches Dasein betreten haben. Man ist in den KrĂ€ften drinnen, die als plastische KrĂ€fte diesen Menschen innerlich formen, damit er das werden kann, was er ist; damit er ein Geschöpf seines geistig-seelischen Selbstes ist.“

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    Passage 2
    Vortrag XIV: „Die deutsche Seele in ihrer Entwickelung“, Berlin, 13. April 1916
    (S. ca. 595–596)

    „FĂŒr den Geistesforscher ist es klar, daß sich in der menschlichen Entwickelung bis zum Zahnwechsel hin Geistig-Seelisches, nun sagen wir, aus seinem Inneren heraus drĂ€ngt […] und durchtrĂ€nkt, gewissermaßen physiognomiert das Stoffliche, das Materielle.“

    „Will man finden, was da im MĂ€dchen drinnen steckt und die Organe gleichsam plastisch formt, dann muß man zunĂ€chst den Blick wenden auf gewisse EigentĂŒmlichkeiten, aber innere EigentĂŒmlichkeiten […] dann kommt man darauf, daß sich das beim MĂ€dchen bis zum Zahnwechsel hin in das Körperliche hineinpreßt, drĂ€ngt. Wie sich das Körperliche auskonfiguriert, wie es sich plastisch bildet, darinnen wirkt und lebt dasjenige, was in spĂ€teren Jahren erst als Seelenkonfiguration in der angedeuteten Art zum Vorschein kommt.“

    „Betrachten wir nun den Knaben bis zum siebenten Jahre ungefĂ€hr, bis zum Zahnwechsel. […] Wenn wir uns das, was in diesem Zeitraum seelisch zum Vorschein kommt, zu einer Vorstellung bilden und dann dasjenige ins Auge fassen, was drĂ€ngt und treibt zur ganzen physiognomischen Ausgestaltung, gesetzmĂ€ĂŸigen Ausgestaltung und Plastizierung des Knabenleibes, dann kommt man zu einem gewissen VerstĂ€ndnisse des Zusammenhanges zwischen dem Äußerlich-Leiblichen und dem Seelisch-Geistigen.“

    „[D]asjenige, was spĂ€ter seelisch, also in dem verfeinerten seelisch-geistigen Zustande, in dem verinnerlichten Zustande zum Vorschein kommt, zunĂ€chst im dumpfen Unterbewußten formend, belebend auf den Menschen wirkt, so wie er uns als physischer Mensch entgegentritt.“

  • GA 64 – Inhaltsbefund: BildekrĂ€fte im SĂ€uglingsalter, GedĂ€chtnis und der Leib als Spiegelungsapparat

    GA 64: Aus schicksaltragender Zeit
    Vierzehn öffentliche VortrĂ€ge, Berlin/NĂŒrnberg/MĂŒnchen 1914/1915

    Inhaltsbefund: GA 64 enthĂ€lt eine ausfĂŒhrliche Passage ĂŒber die frĂŒheste Kindheit: In der ersten Zeit nach der Geburt sind die SeelenkrĂ€fte noch BildekrĂ€fte, die plastisch an den zarten Organen – Nervensystem und Gehirn – arbeiten. Erst wenn diese Organisation verhĂ€rtet ist, werden die KrĂ€fte zurĂŒckgeworfen und ermöglichen das GedĂ€chtnis. Der Leib des Kindes wirkt wie ein Spiegel, der die Seelenerlebnisse zurĂŒckwirft.

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    Passage 1: KrĂ€fte im SĂ€uglingsalter – BildekrĂ€fte des Organismus statt GedĂ€chtnis

    „In der ersten Zeit, die der Mensch durchlebt nach seiner Geburt, nachdem er die Welt betreten hat, da ist diese Erinnerung noch nicht lebendig. Diese Erinnerung tritt erst im zartesten Kindesalter auf; bis zu einem bestimmten Punkt des zarten Kindesalters erinnern wir uns spĂ€ter zurĂŒck.“

    „Diese KrĂ€fte waren schon da, bevor die Erinnerung da war, sie waren schon unmittelbar nach der Geburt vorhanden, aber sie hatten da eine andere Aufgabe. Sie hatten die Aufgabe, noch zu arbeiten an den zarten Organen des Menschen, an dem Nervensystem und dem Gehirn des Menschen; an dem Nervensystem und Gehirn haben sie plastisch zu arbeiten. Sie waren da noch BildekrĂ€fte des menschlichen Organismus, desjenigen, was gleichsam noch weich ist […], was erst so geformt werden muß, daß der Mensch dieser bestimmte Mensch ist. Das lĂ€uft als BildekrĂ€fte noch in die leibliche Organisation hinein im zartesten Kindesalter.“

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    Passage 2: Der Leib als Spiegel – Entstehung von GedĂ€chtnis und Ich-Bewußtsein

    „Und wenn diese Organisation verhĂ€rtet ist […] so weit verhĂ€rtet ist, daß diese BildekrĂ€fte nicht mehr in sie hineinströmen, dann werden sie von dem Leiblichen zurĂŒckgeworfen ins Seelische. Das Leibliche wirkt wie ein Spiegel. Und das, was wir dann seelisch erleben, besonders das, was in unseren Erinnerungen aufgespeichert wird, das sind Spiegelbilder, die von unserem Leibesleben zurĂŒckgeworfen werden. In Wahrheit erinnern wir uns deshalb, weil unser Leib ein Spiegelungsapparat ist.“

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  • GA 63 – Inhaltsbefund: Das traumhafte Kindheitsbewußtsein und der Wendepunkt des Selbstbewußtseins

    GA 63: Geisteswissenschaft als Lebensgut
    Zwölf öffentliche VortrÀge, Berlin 1913/1914

    Inhaltsbefund: GA 63 enthĂ€lt eine ausfĂŒhrliche Passage ĂŒber die allererste Kindheitsentwicklung: das traumhafte, dumpfe Bewußtsein des ersten Kindheitsalters, die plastisch bildende TĂ€tigkeit der GeisteskrĂ€fte am Organismus, das vollstĂ€ndige Einfließen aller SeelenkrĂ€fte in den Leibesaufbau sowie das Bild vom Spiegel als ErklĂ€rung fĂŒr das Entstehen des Selbstbewußtseins am Wendepunkt der frĂŒhen Kindheit.

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    Passage 1: Traumhaftes Bewußtsein in der allerersten Kindheit

    „Da sehen wir, wie der Mensch in der allerersten Kindheitsentwickelung etwas wie ein traumhaftes Leben lebt, etwas lebt, wie ein Leben, welches sich die volle Deutlichkeit des Ich-Bewußtseins, die volle Deutlichkeit des Sich-Erinnerns an Erlebnisse erst aneignen muß. Ein dumpfes Bewußtsein ist dasjenige des ersten Kindheitsalters. Der Mensch schlĂ€ft oder trĂ€umt sich sozusagen in das Dasein herein.“

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    Passage 2: Die geistigen KrÀfte arbeiten plastisch am Organismus

    „Wenn der Geistesforscher das Kind betrachtet, bevor es an diesen Wendepunkt gekommen ist, dann schaut er, wie die geistigen KrĂ€fte, die aus der geistigen Welt heruntergekommen sind und den Organismus ergriffen haben, um ihn plastisch durchzubilden in GemĂ€ĂŸheit der frĂŒheren Erdenleben, voll arbeiten an dem ganzen Organismus. Und weil die Gesamtheit der geistigen KrĂ€fte, welche die Seele des Menschen ausmachen, sich in alles ergießt, was im Organismus lebt und webt, was den Organismus bildet und aufbaut und ihn so organisiert, daß er spĂ€ter das Werkzeug des selbstbewußten Wesens werden kann, weil also alles an KrĂ€ften in der Seele zum Aufbau dieses Organismus verwendet wird, deshalb bleibt nichts zurĂŒck, was im allerersten Kindheitsalter irgendwie ein deutliches Selbstbewußtsein ergeben könnte.“

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    Passage 3: Das Spiegelbild – Entstehung des Selbstbewußtseins

    „So ist es beim Kinde in seinem ersten Lebensalter: es kann kein Selbstbewußtsein entwickeln, weil alles, was an SeelenkrĂ€ften vorhanden ist, so durchgeht, wie die Lichtstrahlen durch das bloße Glas. Erst von dem Augenblicke an, wo sich der Organismus in sich selber verfestigt hat, wird ein Teil der Seelenkraft zurĂŒckgeworfen, so wie die Lichtstrahlen von der Spiegelscheibe zurĂŒckgeworfen werden. Da reflektiert sich das Seelenleben in sich selber; und das sich in sich selber reflektierende Seelenleben, das sich in sich selbst erlebt, ist das, was als Selbstbewußtsein aufglĂ€nzt.“

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    Beitrag mit 3 Passagen veröffentlicht als Post ID 168.

  • GA 62 – Inhaltsbefund: Kindheitsbewußtsein, Gehirnformung und Schlaf des Kindes

    GA 62: Ergebnisse der Geistesforschung
    Vierzehn öffentliche VortrÀge, Berlin 1912/1913

    Inhaltsbefund: GA 62 enthĂ€lt Passagen ĂŒber die frĂŒhe Kindheit: frĂŒhe KindheitseindrĂŒcke und ihre tiefwirkende Bedeutung fĂŒr das spĂ€tere Seelenleben, der Schlaf des Kindes als Zustand formender GeisteskrĂ€fte, die unbewußte Formung der Gehirnorganisation in den ersten Kindheitsjahren sowie die kontinuierliche RealitĂ€t des Ich auch vor dem Ich-Bewußtsein.

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    Passage 1: FrĂŒhe KindheitseindrĂŒcke – tiefwirkend und formend

    „Haben wir nicht damit einen Anfang gemacht, das erste Kindheitsleben zu erforschen, jenes Kindheitsleben, an das man sich spĂ€ter nicht zurĂŒckerinnert? […] Man hat aber die folgende Entdeckung gemacht: Ein solcher Maler malt mit einer ganz besonderen Farbenstimmung, bevorzugt einen bestimmten Gesichtsausdruck und so weiter nach einer ganz bestimmten Richtung. Geht man dem nach, so findet man, daß er in seinen ersten Kinderjahren zum Beispiel in seinem Zimmer eine BĂŒste sah und daß eine besondere Art, wie das Licht immer darauf fiel, sich in die Seele des Kindes eingegraben hat. Das tritt dann spĂ€ter wieder auf.“

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    Passage 2: Schlaf des Kindes – dumpfer Bewußtseinszustand und Körperformung

    „Die Geisteswissenschaft zeigt nun, daß sowohl wĂ€hrend des gewöhnlichen Schlafzustandes wie auch wĂ€hrend des dumpfen Bewußtseinszustandes des Kindes diejenigen KrĂ€fte, welche zum bewußten Erleben verwendet werden, in den Organismus hineingeschickt werden und dort arbeiten. Die KrĂ€fte, die wir vom Aufwachen bis zum Einschlafen verwenden, um Vorstellungen, Empfindungen und so weiter zu bilden, dieselben KrĂ€fte arbeiten wĂ€hrend des Schlaflebens an uns […] sie formen, sie gestalten.“

    „Weil wir im Beginne des Lebens, bevor der Augenblick eintritt, bis zu welchem wir uns spĂ€ter zurĂŒckerinnern können, dieselben KrĂ€fte, die in uns leben und unser Bewußtsein ausfĂŒllen, in den ersten Kindheitsjahren zur feineren Ausgestaltung und Formung der Gehirnorganisation und der Blutzirkulation verwenden, deshalb entziehen sie sich dem bewußten Ich.“

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    Passage 3: Das Ich ist in der Kindheit vorhanden – auch ohne Bewußtsein

    „Das Ich ist vorhanden wĂ€hrend der Kindheit […] Ich-Bewußtsein, Selbstbewußtsein sind so, daß das allmĂ€hliche Wissen um das Ich, wie es sich heranentwickelt, nichts zu tun hat mit der RealitĂ€t des Ichs selber. Vielmehr, weil sich das Ich, die menschliche Wesenheit, kontinuierlich fortentwickelt von den Zeiten, da es im Kinde noch nicht bewußt ist, bis zu den Zeiten, in welchen es dann bewußt erlebt wird, deshalb können wir nicht sagen: Es ist nicht da! Es ist da, es gestaltet den Menschen aus in seiner feineren Gliederung.“

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    Beitrag mit 3 Passagen veröffentlicht als Post ID 165.